
Der Teufelskreis aus Angst und Rückzug gibt einem Kollegen, der psychische Belastbarkeit verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Warum Veränderung so viel Angst macht Handlungsfluss und Kernfakten
Viele Menschen reagieren mit starkem inneren Stress auf Veränderungen – selbst auf kleine Abweichungen im Alltag wie einen verschobenen Termin. Betroffene fühlen sich gereizt, schlafen schlechter und ziehen sich sozial zurück, um Kontrolle zurückzugewinnen. Laut Psychiater Steffen Häfner von der Klinik am schönen Moos ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern oft die Folge von Traumata, geringem Selbstvertrauen oder psychischen Vorerkrankungen.
Besonders betroffen sind Menschen mit Angst- oder Zwangsstörungen, Depressionen, Autismus-Spektrum-Störung oder ADHS. Der Rückzug in vertraute Abläufe bringt kurzfristige Erleichterung, verstärkt aber langfristig den Wunsch nach Vermeidung. So entsteht ein Teufelskreis: Weniger Erfahrungen mit Neuem führen zu noch größerer Angst vor Veränderung.
Um die Spirale zu durchbrechen, empfiehlt Häfner schrittweise Annäherung an neue Situationen, feste Routinen in anderen Lebensbereichen und soziale Unterstützung. Bei starker Belastung kann psychotherapeutische Begleitung helfen. Die Herausforderung liegt darin, kleine Erfolgserlebnisse zu sammeln, ohne sich zu überfordern.
Fakten
- Kleine Veränderungen wie ein verschobener Termin können bei empfindlichen Menschen starke innere Anspannung auslösen.
- Psychiater Steffen Häfner erklärt, dass Rückzug kurzfristig Entlastung bringt, langfristig aber zu Einschränkung und verpassten Chancen führt.
- Menschen mit Angststörungen, Depressionen, Traumata, ADHS oder Autismus-Spektrum-Störung leiden häufig stärker unter Veränderungen.
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