
Die Sperrung der KI-Modelle gibt einem Kollegen aus der Tech-Branche, der digitale Souveränität verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Anthropic sperrt KI-Modelle für Ausländer Handlungsfluss und Kernfakten
Das US-Handelsministerium hat den KI-Entwickler Anthropic angewiesen, ausländischen Nutzern den Zugriff auf die neuesten KI-Modelle „Fable 5“ und „Mythos 5“ zu verweigern, um nationale Sicherheitsinteressen zu wahren. Da Anthropic keine technische Lösung sieht, um nur bestimmte Nutzergruppen auszuschließen, hat das Unternehmen beschlossen, beide Modelle vorerst weltweit vom Netz zu nehmen. Die Entscheidung erfolgt ohne detaillierte Begründung durch die US-Behörden, was Kritik aus dem Digitalraum auslöst.
Die Modelle, insbesondere „Mythos 5“, zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, langjährige Software-Sicherheitslücken zu erkennen – eine Funktion, die sowohl zur Verteidigung als auch potenziell als offensive Cyberwaffe missbraucht werden könnte. Anthropic betont, dass es selbst stärkere KI-Aufsicht befürwortet, die jetzige Maßnahme aber nicht faktenbasiert oder transparent sei. Das Unternehmen spricht von einem Missverständnis und plant, den Zugang bald wiederherzustellen.
Markus Beckedahl vom Zentrum für Digitalrechte und Demokratie warnt, dass dieser Fall ein gefährlicher Präzedenzfall sei. Er sieht darin einen Weckruf für die EU und Deutschland, digitale Souveränität ernst zu nehmen. Abhängigkeiten von US-Technologiekonzernen könnten jederzeit politisch instrumentalisiert werden – auch durch willkürliche Eingriffe unter dem Vorwand nationaler Sicherheit.
Fakten
- Das US-Handelsministerium verbot Anthropic, ausländischen Staatsbürgern Zugriff auf „Fable 5“ und „Mythos 5“ zu gewähren.
- Anthropic sperrte daraufhin beide KI-Modelle weltweit, da eine gezielte Beschränkung technisch nicht umsetzbar sei.
- „Mythos 5“ kann langjährige Software-Sicherheitslücken erkennen, was sowohl nützlich als auch sicherheitsrelevant ist.
- Anthropic kritisiert die Entscheidung als nicht faktenbasiert und spricht von einem Missverständnis.
- Digital-Experte Markus Beckedahl warnt vor einem Präzedenzfall und fordert mehr digitale Unabhängigkeit für Europa.
Visuelle Nachrichtenerklärung von Canto. KI-Werkzeuge können die Produktion unterstützen. Redaktionelle Richtlinien





