
Die Bieterschlacht um Everllence lohnt einen zweiten Blick, besonders für Bekannte, die die Hintergründe mitverfolgen.

Bieterschlacht um VW-Tochter Handlungsfluss und Kernfakten
Der Volkswagen-Konzern plant den teilweisen Verkauf seiner leistungsstarken Tochter Everllence, die seit sechs Jahren Rekordzahlen bei Schiffsmotoren, Turbomaschinen und Großwärmepumpen einfährt. Drei Bieter – EQT in Verbund mit Porsche SE und Qatar, CVC sowie Bain Capital – haben um die 51-Prozent-Beteiligung geboten. Der erwartete Kaufpreis liegt bei vier Milliarden Euro plus variablem Aufschlag. Der Verkaufsprozess, intern „Nikolaus“ genannt, soll bis zu den VW-Werkferien Anfang August abgeschlossen sein. Doch die Bieterschlacht wird von wachsender Gerüchteflut begleitet, darunter Vorwürfe zu Manipulationen bei Kraftstoffverbrauchs-Messungen japanischer Lizenznehmer von MAN-Motoren, die 2025 in Everllence umbenannt wurden. Everllence betont, die betroffenen Motoren weder hergestellt noch getestet zu haben, und kennt keine laufenden Schadensersatz- oder Strafverfahren.
Fakten
- Everllence erzielte 2025 einen Auftragseingang von 5,8 Milliarden Euro und strebt 2026 über 6,0 Milliarden Euro an.
- Drei Bieter – EQT mit Porsche SE und Qatar, CVC, Bain Capital – buhlen um 51 Prozent an Everllence.
- Der Kaufpreis für die Mehrheit wird auf vier Milliarden Euro plus variablem Aufschlag geschätzt.
- Everllence betont, die betroffenen Motoren mit manipulierten Verbrauchswerten nicht hergestellt oder getestet zu haben.
- Der VW-Aufsichtsrat soll am 25. Juni entscheiden, wer den Zuschlag erhält.
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