
Der Rückzug vom Smartphone gibt einem Kollegen, der über digitale Balance nachdenkt, etwas gemeinsamen Kontext.

Deutsche ziehen den Stecker Handlungsfluss und Kernfakten
Die aktuelle Postbank Digitalstudie 2026 zeigt, dass die durchschnittliche Internetnutzung in Deutschland deutlich zurückgegangen ist. Im Vergleich zu 2025 verbringen die Menschen nun rund fünf Stunden weniger pro Woche online – ein bemerkenswerter Wandel nach Jahren stetig steigender Nutzung. Haupttreiber sind unter 40-Jährige, die ihre Smartphone-Zeit gezielt reduzieren, obwohl sie mit über 80 Stunden wöchentlicher Nutzung noch immer die intensivsten Nutzergruppen bilden.
Ein Viertel der unter 40-Jährigen plant, seine Internetnutzung weiter zu senken. Die Motive sind vielfältig: 41 Prozent wollen mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys, 38 Prozent fühlen sich im Alltag zu oft abgelenkt. Auch gesundheitliche Belastungen und Konzentrationsprobleme spielen eine Rolle. Gleichzeitig sinkt die Nutzung von Social Media und Video-Streaming leicht, während nützliche digitale Dienste wie Online-Banking stabil bleiben.
Trotz dieses digitalen Rückzugs bleibt das Internet im Beruf unverzichtbar – Berufstätige sind im Schnitt 2,8 Stunden täglich über PC oder Notebook online. Gleichzeitig gewinnt Künstliche Intelligenz an Bedeutung: 56 Prozent der Befragten, die ihre Internetnutzung ausbauen wollen, nennen KI als Hauptgrund. Schon heute nutzen 38 Prozent gezielt KI-Tools wie ChatGPT für Informationsrecherche. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von 3.050 Personen zwischen April und Mai 2026.
Fakten
- Die durchschnittliche Internetnutzung in Deutschland sank 2026 auf 67,4 Stunden pro Woche, ein Rückgang von rund fünf Stunden gegenüber 2025.
- Unter 40-Jährige reduzierten ihre Smartphone-Nutzung von 25,7 auf 23,9 Stunden pro Woche.
- 31 Prozent der unter 40-Jährigen planen, ihre Internetnutzung in den nächsten zwölf Monaten weiter einzuschränken.
- Die Nutzung von Social Media wie Instagram oder TikTok fiel von 71 Prozent (2025) auf 64 Prozent (2026).
- 56 Prozent der Befragten, die ihre Internetnutzung ausbauen wollen, nennen Künstliche Intelligenz als Hauptgrund.
- 38 Prozent der Deutschen nutzen bereits KI-Tools wie ChatGPT zur gezielten Informationssuche.
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