Illustration einer Drohne über einem Hochschulcampus, im Hintergrund eine Diskussion zwischen Studierenden und Wissenschaftlern über Ethik und Rüstungsforschung.
Illustration einer Drohne über einem Hochschulcampus, im Hintergrund eine Diskussion zwischen Studierenden und Wissenschaftlern über Ethik und Rüstungsforschung.

Die Forschung für ein ausländisches Rüstungsunternehmen gibt einem Kollegen, der ethische Hochschuldebatte verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

TU Dresden forscht für israelischen Rüstungskonzern Handlungsfluss und Kernfakten

An der Technischen Universität Dresden wurde ein Forschungsprojekt durchgeführt, das internationalen Rüstungskonzern Elbit Systems betrifft. Ein Professor der verkehrswissenschaftlichen Fakultät untersuchte im Rahmen eines Drittmittelvertrags den Verbrennungsmotor Rotax 914, der in der militärischen Drohne Hermes 900 eingesetzt wird. Obwohl der Motor selbst keine Waffe ist, gilt das Projekt als sogenanntes Dual-Use-Vorhaben, da die Ergebnisse auch im militärischen Kontext genutzt werden können. Die interne Ethikkommission KVW sprach sich mit großer Mehrheit gegen das Projekt aus, insbesondere vor dem Hintergrund des Gaza-Konflikts. Dennoch genehmigte das Rektorat den Auftrag.

Fakten

  • Die TU Dresden untersuchte im Auftrag des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems den Motor Rotax 914 für die Drohne Hermes 900.
  • Das Projekt wurde genehmigt, obwohl die universitäre Ethikkommission KVW aus ethischen Gründen dagegen votierte.
  • Elbit Systems ist das umsatzstärkste private Waffenunternehmen Israels und liefert die Hermes 900 an mindestens 12 Staaten.
  • Die TU Dresden erhielt für das Projekt knapp 30.000 Euro Drittmittel; das Forschungsergebnis bleibt geheim.
  • Das Rektorat erstattete Anzeige wegen Geheimnisverrats und plant eine Neubesetzung der Ethikkommission.

Visuelle Nachrichtenerklärung von Canto. KI-Werkzeuge können die Produktion unterstützen. Redaktionelle Richtlinien