Illustration einer europäischen Bürosoftware-Suite mit Logo, die neben Microsoft Office platziert ist, um den Konkurrenzgedanken zu verdeutlichen.
Illustration einer europäischen Bürosoftware-Suite mit Logo, die neben Microsoft Office platziert ist, um den Konkurrenzgedanken zu verdeutlichen.

Die Entwicklung gibt einem Kollegen aus der IT-Branche, der digitale Souveränität verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Neue europäische Bürosoftware startet Handlungsfluss und Kernfakten

Am 9. Juni 2026 startet Euro-Office, eine neue Bürosoftware-Plattform aus Europa, die als Alternative zu Microsoft Office und Google Docs konzipiert ist. Entwickelt wird sie von einem Konsortium europäischer Unternehmen und Organisationen, darunter IONOS, Nextcloud, OpenProject und XWiki. Die Software zielt darauf ab, Behörden, Schulen und Unternehmen eine vertraute, aber europäisch kontrollierte Arbeitsumgebung zu bieten, um die Abhängigkeit von US-Cloud-Diensten zu verringern. Ein Schwerpunkt liegt auf voller Kompatibilität mit Microsoft-Dateiformaten wie DOCX, XLSX und PPTX sowie der Interoperabilität mit LibreOffice.

Hintergrund ist die wachsende europäische Initiative für digitale Souveränität. Bereits im April 2026 kündigte die französische Regierung an, stärker auf Linux und die heimische Kommunikationsplattform Visio statt auf Windows und Microsoft Teams zu setzen. Euro-Office soll in diesem Rahmen eine vertrauenswürdige, lokal verwaltete Lösung bieten, die den Datenschutz und die Kontrolle über Daten in europäischen Händen belässt.

Die erste Version wird über die Open-Source-Plattform GitHub bereitgestellt. Nutzer sollen nahtlos von Microsoft 365 wechseln können, ohne an Funktionalität einzubüßen. Ob sich die Software gegen den etablierten US-Konkurrenten durchsetzen kann, hängt von der Akzeptanz bei öffentlichen Institutionen und der Weiterentwicklung der Plattform ab.

Fakten

  • Euro-Office startet am 9. Juni 2026 über GitHub.
  • Das Projekt wird von IONOS, Nextcloud, OpenProject und XWiki entwickelt.
  • Die Software ist voll kompatibel mit Microsoft Office und zielt auf digitale Unabhängigkeit ab.
  • Frankreich setzt parallel auf Linux und die Kommunikationsplattform Visio statt Microsoft Teams.
  • Zielgruppen sind Behörden, Schulen und Unternehmen mit Fokus auf europäische Datenkontrolle.

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