
Die jüngste Schwäche des Goldpreises gibt einem Kollegen, der Rohstoffmärkte verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Goldkurs unter Druck Handlungsfluss und Kernfakten
Der Goldpreis steht vor dem dritten Wochenverlust in Folge, belastet durch einen stärkeren US-Dollar und restriktivere Signale der US-Notenbank Fed unter der neuen Führung von Warsh. Neun der 19 Fed-Mitglieder erwarten eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr, was die Attraktivität von nicht verzinslichen Anlagen wie Gold verringert. Gleichzeitig hat Goldman Sachs die Goldpreisprognose von 5.400 auf 4.900 Dollar je Feinunze bis Dezember gesenkt.
Parallel dazu zeigt sich der Ölmarkt skeptisch, obwohl das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Wiederaufnahme des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus ermöglicht hat. Analysten rechnen mit mehr als 85 Millionen Barrel zusätzlichem Ölangebot. Die Aufhebung der US-Sanktionen gegen iranische Ölexporte verstärkt diesen Effekt.
Trotzdem bleiben geopolitische Risiken bestehen: Israels andauernde Militäroperationen gegen die Hisbollah im Libanon werfen Fragen über die Stabilität des Abkommens auf. Auch die kurzfristige Absage einer geplanten Reise von US-Vizepräsident JD Vance nach der Schweiz sorgt für Unsicherheit über die Umsetzung der Vereinbarung.
Fakten
- Der Goldpreis steht vor dem dritten Wochenverlust in Folge und fiel am Freitagmorgen auf 4.153,20 Dollar pro Feinunze.
- Die US-Notenbank Fed signalisiert unter Warsh restriktivere Geldpolitik; neun von 19 Mitgliedern erwarten eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr.
- Goldman Sachs senkte die Goldpreisprognose von 5.400 auf 4.900 Dollar je Feinunze bis Dezember.
- Das Friedensabkommen zwischen USA und Iran könnte über 85 Millionen Barrel zusätzliches Öl auf den Markt bringen.
- US-Vizepräsident JD Vance sagte eine geplante Reise nach der Schweiz ab, was Zweifel an der Umsetzung des Abkommens nährt.
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