
Die fehlenden Mini-Begegnungen im Homeoffice belasten besonders Alleinlebende, ein Kollege oder Freund, der remote arbeitet, erkennt darin vielleicht den eigenen Alltag wieder.

Homeoffice belastet Psyche – besonders diese Gruppe Handlungsfluss und Kernfakten
Eine Studie aus den USA zeigt, dass das Arbeiten von zu Hause die mentale Gesundheit beeinträchtigen kann – besonders bei Menschen, die allein leben. Ausgewertet wurden Daten von über einer halben Million US-Beschäftigten zwischen 2011 und 2024. Dabei zeigte sich, dass Arbeitende in Homeoffice-fähigen Berufen wie Softwareentwicklung oder Marketing nach der Pandemie durchschnittlich eine Stunde länger allein verbrachten als Beschäftigte in Präsenzberufen. Die psychische Belastung stieg bei ihnen deutlich stärker an. Die Forscherinnen schätzen, dass die Verlagerung in das Homeoffice etwa ein Drittel des Anstiegs psychischer Belastung in dieser Zeit erklärt. Besonders betroffen waren alleinlebende Arbeitende: Bei ihnen stieg die Wahrscheinlichkeit, einen ganzen Tag ohne soziale Kontakte zu verbringen, um 7 Prozentpunkte – ein Plus von 83 Prozent. Im Vergleich dazu blieb der Effekt bei Menschen mit Partner oder Kindern im Haushalt deutlich geringer. Die Studie wurde im Fachmagazin "Science" veröffentlicht.
Fakten
- Eine US-Studie mit über einer halben Million Befragten zeigt, dass Homeoffice die psychische Belastung erhöht.
- Alleinlebende in Homeoffice-fähigen Berufen verbrachten nach der Pandemie eine Stunde länger allein pro Tag.
- Die Wahrscheinlichkeit, einen ganzen Tag ohne Kontakte zu verbringen, stieg bei Alleinlebenden um 7 Prozentpunkte (+83 %).
- Die Studie wurde im Fachmagazin "Science" veröffentlicht und berücksichtigt Daten von 2011 bis 2024.
- Mini-Begegnungen wie Smalltalk im Büro oder im Supermarkt fehlen im Homeoffice und wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus.
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