Karte der Straße von Hormus mit eingezeichneten Schifffahrtsrouten und Symbolen für Schiffe, darunter ein Hinweis auf nur acht Durchfahrten am Freitag.
Karte der Straße von Hormus mit eingezeichneten Schifffahrtsrouten und Symbolen für Schiffe, darunter ein Hinweis auf nur acht Durchfahrten am Freitag.

Die vorsichtige Erholung des Schiffsverkehrs nach dem Abkommen gibt einem Kollegen aus der Logistikbranche, der die Lage verfolgt, gemeinsamen Kontext.

Hormus-Passage nach Friedensdeal wieder rückläufig Handlungsfluss und Kernfakten

Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Iran und den USA am Mittwochabend, das das Ende des Iran-Kriegs einleiten soll, hat sich die Lage in der Straße von Hormus zunächst kurz entspannt. Am Donnerstag passierten 25 Handelsschiffe die Meerenge – die höchste Zahl seit dem 18. April. Doch bereits am Freitag sank die Zahl der Durchfahrten laut Schiffstracking-Daten auf nur noch acht. Die iranische Seefahrtsbehörde verlangt nun, dass Schiffe 48 Stunden im Voraus einen Antrag auf Passage stellen müssen, und hat zwei neue „sichere“ Routen südlich einer zuvor als „Mautstelle“ kritisierten Zone eingerichtet.

Fakten

  • Am Freitag passierten nur acht Handelsschiffe die Straße von Hormus, nach 25 am Donnerstag.
  • Die iranische Seefahrtsbehörde verlangt nun eine 48-Stunden-Voranmeldung für die Passage.
  • Neue Schifffahrtsrouten wurden südlich der zuvor kritisierten 'Mautstelle' eingerichtet.
  • Mehr als 500 Handelsschiffe stecken im Persischen Golf fest, darunter rund 45 deutsche Schiffe.
  • Vor dem Krieg passierten täglich etwa 120 Schiffe die Meerenge, ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Transports.

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