
Der Aufschwung bei Rechenzentren und Chips gibt einem Kollegen aus der Tech-Branche, der das Thema verfolgt, einen klaren Kontext.

KI-Boom: Die Infrastruktur treibt die Rallye Handlungsfluss und Kernfakten
Der globale Hype um künstliche Intelligenz wird von den großen US-Techunternehmen Amazon, Microsoft, Google und Meta befeuert, die bis 2026 rund 650 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren wollen. Nordamerika dominiert mit über 32 Prozent Anteil am Markt für KI-Rechenzentren, und die Nachfrage soll bis 2030 jährlich um zehn Prozent wachsen. Dieser Kapitalfluss profitiert vor allem Unternehmen, die die physische Grundlage liefern – von Chipherstellern bis zu Netzwerkausrüstern.
Nvidia ist dabei exemplarisch: Das Unternehmen verkauft längst keine Einzelchips mehr, sondern komplette KI-Infrastrukturen. Ein sich selbst verstärkender Kreislauf entsteht – mehr Rechenzentren ermöglichen leistungsfähigere Modelle, die wiederum neue Investitionen nach sich ziehen. An der Börse spiegelt sich dieser Trend bereits in starken Wertentwicklungen wider.
Parallel dazu rücken die geplanten Börsengänge von KI-Modellbauern wie Anthropic und OpenAI in den Fokus. Wer zuerst an die Börse geht, könnte den Maßstab für zukünftige Bewertungen setzen. Für Anleger, die bereits heute am Wachstum partizipieren möchten, bieten sich spezialisierte ETFs an, die entweder breite Marktabdeckung, Infrastruktur-Fokus oder industrielle Anwendung abdecken.
Fakten
- Amazon, Microsoft, Google und Meta planen bis 2026 Investitionen von rund 650 Mrd. Dollar in KI-Infrastruktur.
- Nordamerika dominiert den Markt für KI-Rechenzentren mit über 32 Prozent Anteil.
- Anthropic wurde zuletzt mit knapp 1 Bio. Dollar bewertet und plant einen Börsengang.
- Der L&G Artificial Intelligence UCITS ETF erzielte über fünf Jahre rund 124 Prozent Wertzuwachs.
- Der iShares AI Infrastructure UCITS ETF verzeichnete eine 1-Jahres-Performance von über 100 Prozent.
- Der Global X Robotics & AI ETF ist zu 39 Prozent in Industrieunternehmen investiert.
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