Brennende Kathedrale mit goldenen Kuppeln im Kiewer Höhlenkloster, Rauch steigt auf, Feuerwehr im Einsatz
Brennende Kathedrale mit goldenen Kuppeln im Kiewer Höhlenkloster, Rauch steigt auf, Feuerwehr im Einsatz

Die Beschädigung des Kiewer Höhlenklosters gibt einem Kollegen, der kulturelle Konflikte verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Weltkulturerbe in Flammen Handlungsfluss und Kernfakten

Während einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist die Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Kiewer Höhlenkloster in Brand geraten. Die Anlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe und reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Laut ukrainischen Behörden wurden bei den Angriffen mindestens neun Menschen getötet und Dutzende verletzt. Über 600 Drohnen und 70 Raketen wurden eingesetzt.

Der Militärgouverneur von Kiew, Tymur Tkatschenko, bestätigte schwere Schäden auf dem Gelände. Präsident Selenskyj nannte den Angriff eines der „größten Verbrechen gegen die christliche Kultur“. Russland bestreitet die Verantwortung und behauptet, eine ukrainische Patriot-Rakete sei im Kloster eingeschlagen.

Das Höhlenkloster beherbergt ein mittelalterliches Tunnelsystem mit mumifizierten Geistlichen und wird weiterhin von der ukrainisch-orthodoxen Kirche genutzt. Seit 2022 hat sich diese vom Moskauer Patriarchat gelöst. Der Vorfall unterstreicht die zunehmende Zerstörung kultureller Stätten im Ukraine-Krieg.

Fakten

  • Am 15. Juni 2026 geriet die Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Kiewer Höhlenkloster während russischer Luftangriffe in Brand.
  • Die Anlage steht unter UNESCO-Schutz und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe.
  • Ukrainische Behörden melden mindestens neun Tote und Dutzende Verletzte bei den Angriffen.
  • Russland behauptet, eine US-Patriot-Rakete sei im Kloster eingeschlagen, nicht eigene Geschosse.
  • Präsident Selenskyj bezeichnet den Angriff als Verbrechen gegen die christliche Kultur.

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