
Ein Projekt, das zeigt, wie Spiele im Unterricht echte Probleme lösen helfen, gibt einem Kollegen, der digitale Lernmethoden verfolgt, neuen Gesprächsstoff.

Minecraft im Physikunterricht Handlungsfluss und Kernfakten
In einem innovativen Unterrichtsprojekt an einem Realgymnasium in Bozen, Südtirol, wird das beliebte Videospiel Minecraft als Lernwerkzeug genutzt. Die Lehrerin Sara Terzoni integrierte das Spiel in den naturwissenschaftlichen Unterricht für zwei fünfte Klassen und ließ die Schüler eine virtuelle Stadt namens „Cryptocity“ Block für Block aufbauen. Dabei kamen Algorithmen, Mathematik, Physik und Informatik zum Einsatz – Theorie wurde in der Praxis angewandt.
Die Schüler entwickelten in der virtuellen Welt Lösungen für reale Probleme und erwarben so ein tieferes Verständnis für komplexe wissenschaftliche Konzepte. Die Methode wurde mit dem nationalen „Atlante Italian Teacher Award“ ausgezeichnet, für den insgesamt rund 700 Lehrkräfte nominiert waren. Terzoni wurde in Rom als beste Oberschullehrerin Italiens geehrt.
Ein zentrales Ziel des Projekts war es, jungen Lernenden einen kreativen Zugang zu Fächern wie Kryptografie und Physik zu ermöglichen. Die Schülerin Tabeen Liaqat berichtete, dass sie vorher nicht gedacht hätte, dass diese Themen so konkret und kreativ umsetzbar seien. Das Projekt zeigt, wie digitale Spiele im Bildungskontext als effektive Lernlabore fungieren können.
Fakten
- Die Lehrerin Sara Terzoni nutzte Minecraft im Unterricht zweier fünfter Klassen am Realgymnasium Torricelli in Bozen.
- Die Schüler bauten die virtuelle Stadt „Cryptocity“ und wendeten dabei Mathematik, Physik, Informatik und Algorithmen an.
- Terzoni gewann mit dem Projekt den „Atlante Italian Teacher Award“ 2026, auf den rund 700 Lehrkräfte nominiert waren.
- Die Schülerin Tabeen Liaqat berichtete, dass sie Kryptografie und Physik durch das Projekt erstmals konkret und kreativ erlebt habe.
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