
Die Beschleunigung der Ozeanerwärmung ist ein deutliches Signal, das auch einem Kollegen, der Klimathemen verfolgt, hilft, die Dynamik besser einzuschätzen.

Ozeane im Kollaps: UNO warnt vor Meereskrise Handlungsfluss und Kernfakten
Die Vereinten Nationen warnen vor einer dramatischen Krise der Weltmeere, nachdem ein neuer Bericht belegt, dass sich die Ozeane immer schneller erwärmen. Mehr als 600 Wissenschaftler aus aller Welt haben fünf Jahre lang einen über 1300 Seiten starken Bericht erstellt, der die zunehmende Belastung der Meere dokumentiert. Demnach haben die Ozeane bereits etwa 90 Prozent der durch den menschengemachten Klimawandel verursachten überschüssigen Wärme aufgenommen. Der Meeresspiegel steigt seit 2023 mit 4,3 Millimetern pro Jahr – mehr als doppelt so schnell wie vor 2015. Besonders betroffen sind der Atlantik sowie die südlichen Regionen des Indischen und Pazifischen Ozeans.
Der Bericht zeigt auch, dass Ökosysteme an ihre Belastungsgrenzen stoßen oder diese bereits überschritten haben. Hauptursachen sind Klimawandel, Meeresverschmutzung und Überfischung. Der Thwaites-Gletscher in der Antarktis, auch als „Weltuntergangs-Gletscher“ bekannt, schmilzt besonders schnell und könnte bei einem Kollaps den globalen Meeresspiegel massiv anheben. Gleichzeitig sind nur 27 Prozent des Meeresbodens kartiert – große Teile der Tiefsee bleiben unerforscht.
Ein weiteres Problem ist der Abbau wichtiger Tiefsee-Messstationen durch die US-Regierung. Stationen vor Alaska, Oregon, North Carolina und nahe Grönland sollen vorzeitig abgeschaltet werden, obwohl sie entscheidende Daten zu Temperaturen, Strömungen und chemischen Veränderungen liefern. Forscher fürchten, dass gerade in einer Zeit extremer Veränderungen wertvolle Langzeitdaten verloren gehen könnten – insbesondere zur Atlantikströmung AMOC, die maßgeblich das europäische Klima beeinflusst.
Fakten
- Der Meeresspiegel stieg 2023 mit 4,3 Millimetern pro Jahr – mehr als doppelt so schnell wie vor 2015.
- 16 Prozent der seit 1955 von den Ozeanen aufgenommenen zusätzlichen Wärme entfielen auf die Zeit nach 2018.
- Die US-Regierung plant, wichtige Tiefsee-Messstationen vor Alaska, Oregon, North Carolina und nahe Grönland vorzeitig abzuschalten.
- Der Thwaites-Gletscher in der Antarktis wird als „Weltuntergangs-Gletscher“ bezeichnet, da sein Kollaps den Meeresspiegel stark ansteigen lassen könnte.
- Bis 2025 waren erst 27 Prozent des Meeresbodens kartiert, viele Tiefsee-Ökosysteme sind kaum erforscht.
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