Illustration eines Stadtplatzes mit Regenbogenfahnen und dem vorgeschlagenen Schild „Olivia-Jones-Platz“ im niedersächsischen Springe.
Illustration eines Stadtplatzes mit Regenbogenfahnen und dem vorgeschlagenen Schild „Olivia-Jones-Platz“ im niedersächsischen Springe.

Die Debatte um den Namen zeigt, wie öffentliche Anerkennung wirkt, besonders für einen Kollegen, der das Thema Vielfalt verfolgt.

Springe will Platz nach Dragqueen benennen Handlungsfluss und Kernfakten

Die niedersächsische Stadt Springe erwägt, einen bisher namenlosen Platz am Alten Rathaus nach der Dragqueen Olivia Jones zu benennen. Bürgermeister Christian Springfeld begründet dies mit Haltung, Mut und der Schaffung von Sichtbarkeit für sexuelle Minderheiten. Jones, bürgerlich Oliver Knöbel, wurde in Springe geboren und lebt heute in Hamburg, wo sie mehrere Lokale auf der Reeperbahn betreibt. Die Ehrung solle keine nostalgische Geste sein, sondern ein klares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Selbstbestimmung.

Die endgültige Entscheidung liegt beim Ortsrat Springe, der sich voraussichtlich erst am 26. August trifft. Bis dahin werden auch alternative Namen wie „Platz der Gleichstellung“ oder „Platz der Vielfalt“ diskutiert. Die Idee stammt von Bürgermeister Springfeld und der Gleichstellungsbeauftragten Stefanie Hoffmann. Eine formelle politische Beratung hat noch nicht stattgefunden.

Obwohl die Dragqueen nicht direkt in die Namensfindung eingebunden war, reagierte sie positiv auf die Pläne. Der Bürgermeister betonte, dass die Benennung zu Lebzeiten kein Hindernis sei, da Jones tagtäglich für Akzeptanz stehe. Zu dem Zeitpunkt, als die Pläne bekannt wurden, wurde der Platz mit Regenbogenfahnen beflaggt – passend zur Ausstrahlung eines Biopics über Jones im ZDF.

Fakten

  • Die Stadt Springe in Niedersachsen erwägt, einen Platz nach der Dragqueen Olivia Jones zu benennen.
  • Die Entscheidung liegt beim Ortsrat, der sich voraussichtlich am 26. August trifft.
  • Alternative Vorschläge sind „Platz der Gleichstellung“ oder „Platz der Vielfalt“.
  • Bürgermeister Christian Springfeld betont, dass es um Haltung, Mut und Sichtbarkeit gehe.
  • Olivia Jones wurde in Springe geboren, lebt aber heute in Hamburg und betreibt Lokale auf der Reeperbahn.
  • Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe wurde der Platz mit Regenbogenfahnen beflaggt, parallel zur ZDF-Ausstrahlung eines Biopics über Jones.

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