Nachtansicht des Himmels über Mitteldeutschland mit eingezeichneten Meteorbahnen der Juni-Bootiden und dem Sternbild Bootes
Nachtansicht des Himmels über Mitteldeutschland mit eingezeichneten Meteorbahnen der Juni-Bootiden und dem Sternbild Bootes

Die besten Sichtchancen liegen vor Sonnenaufgang, besonders für einen Kollegen, der Hobbyastronomie verfolgt.

Zwei Meteorströme im Juni am Himmel Handlungsfluss und Kernfakten

Im Juni sind zwei Meteorströme am Nachthimmel über Mitteldeutschland aktiv: die Tages-Arietiden und die Juni-Bootiden. Die Tages-Arietiden erreichen ihr Maximum am 7. Juni, sind aber schwer zu beobachten, da ihr scheinbarer Ursprungspunkt nahe der Sonne liegt und die meisten Meteore tagsüber verglühen. Zudem sind die Nächte im Juni kurz, was die Beobachtungszeiten weiter einschränkt.

Bessere Chancen bieten die Juni-Bootiden, deren Maximum am 22. Juni gegen 3 Uhr morgens erwartet wird. Ihr Radiant liegt im Sternbild Bootes und ist die ganze Nacht über Deutschland sichtbar. Die beste Beobachtungszeit ist die zweite Nachthälfte zwischen Mitternacht und Morgendämmerung, idealerweise an einem dunklen Ort fernab von Lichtverschmutzung.

Die Juni-Bootiden gelten als unvorhersehbar: In der Vergangenheit gab es vereinzelt starke Aktivitätsausbrüche mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde. Ob ein solcher Ausbruch 2026 erneut stattfindet, lässt sich nicht vorhersagen. Experten empfehlen daher regelmäßige Beobachtungen während der gesamten Aktivitätsphase. Ein Spektakel wie bei den Perseiden im August ist nicht zu erwarten, aber geduldige Himmelsgucker können einzelne Sternschnuppen sehen – und mit Glück einen seltenen Ausbruch miterleben.

Fakten

  • Die Tages-Arietiden sind bis etwa 24. Juni aktiv und erreichen ihr Maximum am 7. Juni.
  • Die Juni-Bootiden erreichen ihr Maximum am 22. Juni gegen 3 Uhr Ortszeit im Sternbild Bootes.
  • Die beste Beobachtungszeit für Sternschnuppen im Juni ist zwischen Mitternacht und Morgendämmerung, besonders zwischen 3 und 4:30 Uhr.
  • Die Juni-Bootiden sind unvorhersehbar: In der Vergangenheit gab es Ausbrüche mit bis zu 100 Meteoren pro Stunde.
  • Kurze Nächte und der Halbmond am 21. Juni erschweren die Beobachtung durch reduzierte Dunkelheit.

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