Grafik zur wirtschaftlichen Entwicklung Russlands: sinkende Reserven, steigende Abhängigkeit von China, rückläufige Energieeinnahmen.
Grafik zur wirtschaftlichen Entwicklung Russlands: sinkende Reserven, steigende Abhängigkeit von China, rückläufige Energieeinnahmen.

Die wirtschaftliche Erschöpfung Russlands gibt einem Kollegen, der geopolitische Verschiebungen verfolgt, gemeinsamen Kontext.

Russlands Wirtschaft am Limit Handlungsfluss und Kernfakten

Eine gemeinsame Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und des Stockholm Institute of Transition Economics zeigt, dass die russische Wirtschaft vier Jahre nach Beginn des Kriegs gegen die Ukraine deutliche Anzeichen struktureller Erschöpfung aufweist. Die liquiden Vermögenswerte des russischen Staatsfonds sind von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu Kriegsbeginn auf nur noch 1,8 Prozent gesunken. Das Haushaltsdefizit übertraf bereits in den ersten drei Monaten des Jahres das für das Gesamtjahr geplante Niveau. Gleichzeitig brachen die Öl- und Gaseinnahmen im ersten Quartal um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein.

Fakten

  • Die liquiden Vermögenswerte des russischen Staatsfonds sind von 6,5 % des BIP (2022) auf 1,8 % (2026) gesunken.
  • Das russische Haushaltsdefizit überstieg bereits in den ersten drei Monaten 2026 das für das Gesamtjahr geplante Niveau.
  • Die Öl- und Gaseinnahmen Russlands brachen im ersten Quartal 2026 um 45 % gegenüber dem Vorjahresquartal ein.
  • China macht mittlerweile etwa 35 % des russischen Außenhandels aus und liefert den Großteil kritischer militärischer Komponenten.
  • IfW-Präsident Moritz Schularick: Die fiskalischen Reserven Russlands seien weitgehend aufgebraucht, das Wachstum stehe still.
  • Die Studie empfiehlt strengere Exportkontrollen und Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte.

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