Illustration eines UN-Berichts, der auf einem Tisch liegt, während im Hintergrund israelische Siedler und palästinensische Bauern in Konflikt geraten – Soldaten im Hintergrund schauen zu.
Illustration eines UN-Berichts, der auf einem Tisch liegt, während im Hintergrund israelische Siedler und palästinensische Bauern in Konflikt geraten – Soldaten im Hintergrund schauen zu.

Die wachsende staatliche Nähe zu Siedlergewalt im Westjordanland gibt einem Kollegen, der internationale Konflikte verfolgt, neuen Gesprächsstoff.

UN wirft Israel staatliche Beteiligung an Siedlergewalt vor Handlungsfluss und Kernfakten

Ein Bericht einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen wirft Israel vor, an Gewaltakten jüdischer Siedler gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland beteiligt zu sein. Demnach schützen israelische Sicherheitskräfte Siedler bei Angriffen, unterstützen sie finanziell und militärisch und schaffen durch mangelnde Strafverfolgung ein „Klima der Straffreiheit“. Die Zahl der Angriffe auf palästinensische Dörfer und landwirtschaftliche Flächen stieg seit 2023 um 130 Prozent. Im Jahr 2025 wurden mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 verletzt.

Mehrere westliche Länder reagierten mit koordinierten Sanktionen. Frankreich und Großbritannien verhängten Einreiseverbote gegen extremistische Siedler und israelische Politiker, darunter Finanzminister Bezalel Smotrich. Britischen Unternehmen und Staatsbürgern ist es untersagt, wirtschaftliche Aktivitäten mit israelischen Siedlungen im Westjordanland zu betreiben. Die beteiligten Länder begründen dies mit der Verantwortung für Gewalt gegen palästinensische Zivilisten.

Israel weist die Vorwürfe zurück und nennt die Sanktionen antiisraelisch motiviert. Die Regierung spricht von Einzelfällen, die gegen Militärprotokolle verstießen. Die EU stuft die Siedlungen als völkerrechtswidrig ein und sieht sowohl den Siedlungsbau als auch die Gewalt als Hindernis für eine Friedenslösung im Nahostkonflikt.

Fakten

  • Die UN wirft Israel staatliche Beteiligung an Siedlergewalt gegen Palästinenser im Westjordanland vor.
  • Seit 2023 stieg die Zahl der Angriffe um 130 Prozent; 2025 wurden 7 Palästinenser getötet, 832 verletzt.
  • Frankreich verhängte ein Einreiseverbot gegen israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich.
  • Großbritannien verbietet wirtschaftliche Aktivitäten mit israelischen Siedlungen im Westjordanland.
  • Israel weist die Vorwürfe als antiisraelisch und politisch motiviert zurück.

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