
Die Häufung von Hitzewellen und Dürren trifft auch 8,3 Millionen Kinder hierzulande, gibt einem Kollegen, der Umweltthemen verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Kinder global von Klimakrise bedroht Handlungsfluss und Kernfakten
Ein neuer Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef zeigt, dass die Klimakrise Kinder weltweit besonders hart trifft: Nahezu jedes Kind ist mindestens einem Klimarisiko ausgesetzt, rund 1,1 Milliarden – fast die Hälfte aller Kinder – leiden unter mindestens drei gleichzeitig auftretenden Gefahren wie Dürren, Hitzewellen oder Überschwemmungen. Diese Überlagerung von Risiken gefährdet ihre Gesundheit, Bildung und Überlebenschancen massiv. Besonders betroffen sind Regionen wie der afrikanische Sahel sowie Bangladesch, Myanmar und Pakistan.
Kinder sind körperlich stärker betroffen als Erwachsene: Sie atmen schneller, nehmen mehr Schadstoffe auf, schwitzen weniger effizient und benötigen mehr Wasser und Nahrung pro Kilogramm Körpergewicht. Bei extremen Wetterereignissen sinken ihre Überlebenschancen deutlich. Der Unicef-Klimarisiko-Atlas analysiert acht zentrale Gefahren und zeigt, wo diese regional zusammenwirken.
Auch in Deutschland ist die Belastung hoch: 97,5 Prozent der Kinder erleben mindestens eine Klimaauswirkung, 66,5 Prozent zwei oder mehr. Hitzewellen und Dürren dominieren – ihre Kombination betrifft 8,3 Millionen Kinder im Land. Unicef-Direktorin Catherine Russell betont, dass solche Daten helfen können, Versorgungsstrukturen gezielter auszubauen und Schutzmaßnahmen zu priorisieren.
Fakten
- Nahezu jedes Kind weltweit ist mindestens einem Klimarisiko ausgesetzt.
- 1,1 Milliarden Kinder – fast die Hälfte – sind von mindestens drei gleichzeitigen Klimarisiken betroffen.
- In der Sahel-Region sind über vier Millionen Kinder gleichzeitig von Hitzewellen, extremer Hitze und Sandstürmen bedroht.
- In Deutschland erleben 97,5 Prozent der Kinder mindestens eine Klimaauswirkung, 66,5 Prozent zwei oder mehr.
- 8,3 Millionen Kinder in Deutschland sind von der Kombination aus Hitzewellen und Dürren betroffen.
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