
Die langsame Umstellung auf klimafreundliche Heizung gibt einem Kollegen aus der Energiewirtschaft etwas gemeinsamen Kontext.

Wärmewende in Deutschland stockt Handlungsfluss und Kernfakten
Deutschlands Vorhaben, die Wärmewende bis 2030 voranzutreiben, verläuft deutlich langsamer als geplant. Laut dem „Fortschrittsmonitor 2026“ des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden 2025 lediglich 233.000 neue Wärmepumpen installiert – weit unter dem Ziel von jährlich 500.000. Damit liegt der Gesamtbestand Ende 2025 bei 2,2 Millionen, während bis 2030 sechs Millionen erreicht werden sollen. Hohe Strompreise, Verunsicherung bei Verbrauchern und bürokratische Förderverzögerungen bremsen den Ausbau.
Auch der Ausbau klimafreundlicher Fernwärmenetze stagniert. Der Zuwachs an angeschlossenen Gebäuden bewegt sich im Promillebereich, da die Genehmigungsverfahren langwierig sind und die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) mit Anträgen überlastet ist. Neue Netze und die Umstellung bestehender Systeme auf erneuerbare Energien kommen nur schleppend voran.
Ein Lichtblick ist die kommunale Wärmeplanung: Für rund 29 Prozent der Bevölkerung liegen bereits fertige Wärmepläne vor. Dennoch fehlen klare, langfristige Rahmenbedingungen und Förderkonzepte, um die Ziele realistisch zu erreichen. Die Branche fordert verlässlichere politische Vorgaben, um Planungssicherheit zu schaffen.
Fakten
- Deutschland soll bis 2030 sechs Millionen Wärmepumpen installiert haben, doch 2025 wurden nur 233.000 neue Geräte verbaut.
- Der Gesamtbestand an Wärmepumpen lag Ende 2025 bei 2,2 Millionen.
- Der Ausbau klimafreundlicher Fernwärmenetze stagniert, der Zuwachs liegt im Promillebereich.
- Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) hat monatelange Wartezeiten aufgrund von Antragsflut.
- Für 29 Prozent der Bevölkerung liegen bereits fertige kommunale Wärmepläne vor.
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