Illustration einer Stechmücke über einer Karte von Berlin, mit Viruspartikeln und Symbolen für Vögel, Grünflächen und städtische Infrastruktur.
Illustration einer Stechmücke über einer Karte von Berlin, mit Viruspartikeln und Symbolen für Vögel, Grünflächen und städtische Infrastruktur.

Die hohe Dunkelziffer bei Infektionen gibt einem Kollegen, der das Thema verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

West-Nil-Virus: Berlin als Hotspot Handlungsfluss und Kernfakten

Das West-Nil-Virus, ursprünglich aus Afrika, hat sich in Berlin als endemisches Krankheitsrisiko etabliert. Eine neue Studie der Charité unter Leitung von Professorin Sandra Junglen zeigt, dass die Infektionsrate bei übertragenden Mücken in bestimmten Stadtteilen unerwartet hoch ist – bis zu fünf Prozent, vergleichbar mit südeuropäischen Regionen. Besonders in Gebieten mit geringer Biodiversität wie Friedhöfen und parkähnlichen Wohngebieten wurden viele infizierte Mücken gefunden, während artenreiche Naturschutzgebiete trotz hoher Mückenanzahl ein geringeres Risiko aufwiesen.

Fakten

  • Das West-Nil-Virus ist seit 2019 in Berlin endemisch und weist lokale Mutationen auf.
  • In Berliner Mücken wurde 2023 eine Infektionsrate von fast fünf Prozent gemessen, vergleichbar mit Südeuropa.
  • Die Infektionsgefahr hängt stärker von der lokalen Biodiversität als von der Mückenanzahl ab.
  • Bei etwa einem Prozent der Infizierten führt das Virus zu schweren neuroinvasiven Erkrankungen, oft mit Langzeitfolgen.
  • Es gibt aktuell keinen zugelassenen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus für Menschen.

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