
Ein Durchbruch im Kampf gegen Meeresmüll gibt einem Kollegen, der Umweltthemen verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Ein 16-Jähriger, der den Ozean säubert Handlungsfluss und Kernfakten
Der niederländische Erfinder Boyan Slat begann mit 16 Jahren ein Projekt, um den Great Pacific Garbage Patch von Plastikmüll zu befreien. Nach anfänglichen Fehlschlägen mit dem ersten Reinigungssystem, System 001, das 2018 im Pazifik auseinanderbrach, analysierte sein Team die Fehler und entwickelte verbesserte Technologien. 2021 wurde mit System 002, genannt Jenny, erstmals erfolgreich Plastikmüll eingesammelt. Die Weiterentwicklung System 03, genannt Josh, sammelte bis 2024 fast 500 Tonnen Plastik aus dem Pazifik. Parallel dazu entwickelte Slat das Interceptor-Projekt, um Plastikmüll bereits in Flüssen zu stoppen, bevor er ins Meer gelangt. Bisher wurden 21 Interceptors in Flüssen weltweit installiert, die zusammen über zwanzig Millionen Tonnen Abfall am Eintritt ins Meer hinderten. Die Initiative zeigt, dass langfristige technische Lösungen zur Minderung von Meeresverschmutzung möglich sind, wenn Beharrlichkeit und Anpassungsfähigkeit kombiniert werden.
Fakten
- Boyan Slat begann mit 16 Jahren, sich mit der Plastikverschmutzung der Ozeane zu beschäftigen, nachdem er beim Schnorcheln mehr Plastik als Fische sah.
- Im September 2018 startete das erste System 001 im Great Pacific Garbage Patch, brach aber nach wenigen Monaten auseinander.
- 2021 wurde mit System 002 (Jenny) erstmals erfolgreich Plastikmüll eingesammelt; bis 2023 waren es über 282 Tonnen.
- System 03 (Josh), das 2024 eingeführt wurde, sammelte innerhalb eines Jahres fast 500 Tonnen Plastikmüll.
- Das Interceptor-Projekt von The Ocean Cleanup hat bis 2025 in 21 Flüssen weltweit über zwanzig Millionen Tonnen Abfall am Eintritt ins Meer gehindert.
- Slat und sein Team schätzen, dass die Beseitigung von 80–90 % des Mülls im Great Pacific Garbage Patch zehn Jahre und knapp sieben Milliarden Franken kosten würde.
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