Illustration eines iPhones mit integriertem KI-Chip, der Daten aus dem Flash-Speicher selektiv in den Arbeitsspeicher lädt.
Illustration eines iPhones mit integriertem KI-Chip, der Daten aus dem Flash-Speicher selektiv in den Arbeitsspeicher lädt.

Die neue Architektur gibt einem Kollegen, der Technologieentwicklung verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Wie Apples KI aufs iPhone passt Handlungsfluss und Kernfakten

Apple hat einen neuen Weg gefunden, um ein 20-Milliarden-Parameter-KI-Modell direkt auf dem iPhone laufen zu lassen – trotz begrenztem RAM. Die Lösung heißt AFM Core Advanced und nutzt den Flash-Speicher, um das gesamte Modell dort zu speichern, während nur benötigte Teile temporär in den schnellen Arbeitsspeicher geladen werden. Dieser Ansatz bricht mit der gängigen Praxis, bei der das gesamte Modell im RAM liegen muss.

Der Schlüssel ist die sogenannte Instruction-Following Pruning-Methode: Die Anfrage wird erst vollständig analysiert, bevor einmalig der passende Teil des Modells aktiviert wird. Das reduziert den ständigen Datentransfer zwischen Speicher und RAM – und schont so Akku und Leistung. Das Modell ist zudem multimodal und versteht Text, Bilder und Audio, was Funktionen wie die verbesserte Siri-Stimme oder Diktierfunktion lokal ohne Cloud-Anbindung ermöglicht.

Allerdings ist die Technologie auf leistungsstarke Geräte beschränkt: iPhone 17 Pro, iPhone Air sowie ausgewählte Macs und iPads. Ältere Modelle, auch das iPhone 15 Pro, erhalten weiterhin nur das kleinere, 3-Milliarden-Parameter-Modell. Apple schafft damit eine zweiteilige KI-Klasse in seiner Produktlinie – ein möglicher Treiber für Hardware-Upgrades. Für Entwickler stellt Apple Cloud-Modelle unter bestimmten Bedingungen kostenlos zur Verfügung.

Fakten

  • Apple nutzt ein 20-Milliarden-Parameter-KI-Modell namens AFM Core Advanced, das im Flash-Speicher des iPhones gespeichert ist.
  • Die Methode Instruction-Following Pruning lädt nur benötigte Modellteile in den RAM, um Akku und Leistung zu sparen.
  • Das Modell ist multimodal und ermöglicht lokal laufende Funktionen wie verbesserte Siri-Stimmen und Diktierfunktion ohne Cloud-Anbindung.
  • AFM Core Advanced ist auf iPhone 17 Pro, iPhone Air und leistungsstarke Macs und iPads beschränkt.
  • Ältere Geräte wie das iPhone 15 Pro erhalten weiterhin nur das kleinere 3-Milliarden-Parameter-Modell.
  • Apple plant Nutzungslimits für bestimmte KI-Funktionen, die über iCloud+ erweitert werden können.

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