Laboraufbau einer Membranproduktionsanlage mit Evonik-Logo, daneben ein Huhn im Stall und ein Tropfen Pyrolyseöl – drei Innovationen zur Überwindung der Chemiekrise.
Laboraufbau einer Membranproduktionsanlage mit Evonik-Logo, daneben ein Huhn im Stall und ein Tropfen Pyrolyseöl – drei Innovationen zur Überwindung der Chemiekrise.

Drei konkrete Innovationen aus Marl bis Arkansas geben einem Kollegen, der grüne Technologien verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Evonik trotzt der Chemiekrise mit drei Innovationen Handlungsfluss und Kernfakten

Der deutsche Chemiekonzern Evonik reagiert auf die Branchenkrise mit gezielten Innovationen in den Bereichen grüner Wasserstoff, chemisches Recycling und tierische Gesundheit. Anstelle von reinen Kostensenkungen setzt das Unternehmen auf technologische Vorreiterrolle, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die drei Schwerpunkte – AEM-Elektrolyse, Pyrolyseöl-Reinigung und verbesserte Probiotika – zeigen, wie Industriechemie in Zukunft nachhaltiger, effizienter und verantwortungsvoller gestaltet werden kann.

Fakten

  • Evonik stellt seit Frühjahr 2026 die anionenleitende Duraion-Membran in einer Pilotanlage in Marl her, die Investitionskosten für AEM-Elektrolyseure um mindestens 25 % senken kann.
  • Die Purocel-Reihe von Katalysatoren und Adsorptionsmitteln reinigt Pyrolyseöl von Verunreinigungen wie Chlor und Stickstoff, sodass es als zirkulärer Rohstoff in Steamcrackern eingesetzt werden kann.
  • Das optimierte Probiotikum Ecobiol keimt schneller im Darm von Geflügel, stärkt die Darmflora und reduziert indirekt den Bedarf an Antibiotika in der Mast.
  • Evonik zielt darauf ab, mit seiner Innovationsfabrik bis 2032 jährlich bis zu 300 Mio. € zum Umsatzwachstum beizutragen und Projekte innerhalb von fünf Jahren marktreif zu machen.
  • Die Duraion-Membran wird auch im neu eröffneten AEM Center Shanghai unter industriellen Bedingungen mit lokalen Partnern getestet.
  • Einige Purocel-Produkte wie Purocel H und Purocel 510 sind regenerierbar und können wiederverwendet werden, was Kosten senkt und Kreislaufprinzipien unterstützt.

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