
Ein fairer Yuan-Kurs könnte das deutsche Wachstum deutlich stärken, nützlich für Kollegen im Außenhandel, die diese Entwicklung verfolgen.

Fairer Yuan-Kurs bringt Deutschland 40 Mrd. mehr Handlungsfluss und Kernfakten
Eine vom Auswärtigen Amt geförderte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass ein fairer Wechselkurs des chinesischen Yuan das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um mehr als 40 Milliarden Euro steigern könnte. China hält den Yuan künstlich niedrig, was seine Exporte verbilligt und deutsche Anbieter benachteiligt. Dies hat dazu geführt, dass deutsche Ausfuhren nach China zurückgingen, während Importe aus China stark stiegen. Das Handelsbilanzdefizit Deutschlands mit China liegt mittlerweile bei rund 90 Milliarden Euro.
Die Studie argumentiert, dass eine faire Bewertung des Yuan nicht nur Deutschland, sondern auch China helfen würde, seine Wirtschaft stärker auf den Binnenkonsum auszurichten. Zwar würde ein stärkerer Yuan zunächst zu einem Rückgang der chinesischen Exporte führen, doch die Modellrechnung zeigt, dass dies durch eine höhere inländische Nachfrage schnell ausgeglichen würde.
IW-Experte Jürgen Matthes kritisiert, dass Chinas Währungsmanagement den fairen Wettbewerb verzerre. Durch die Unterbewertung gewinne China Marktanteile, die es unter freien Bedingungen nicht erzielen könnte. Er plädiert für Ausgleichszölle durch Europa, um faire Handelsbedingungen herzustellen.
Fakten
- Eine IW-Studie im Auftrag des Auswärtigen Amtes prognostiziert ein um 40 Mrd. Euro höheres deutsches BIP bei einem fairen Yuan-Kurs.
- Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China beträgt rund 90 Milliarden Euro.
- China unterbewertet den Yuan gezielt und betreibt ein staatlich gesteuertes Währungsmanagement.
- IW-Experte Jürgen Matthes fordert Ausgleichszölle durch Europa, um fairen Wettbewerb herzustellen.
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