Rekonstruktion eines Wollhaarmammuts im Schnee, daneben archäologische Werkzeuge und Knochen mit Schnittspuren.
Rekonstruktion eines Wollhaarmammuts im Schnee, daneben archäologische Werkzeuge und Knochen mit Schnittspuren.

Die Schnittspuren an den Knochen geben einem Kollegen aus der Archäologie etwas Neues zum Nachdenken.

Mammutknochen enthüllen Menschheitsgeheimnis Handlungsfluss und Kernfakten

Im Jahr 2020 entdeckten Bauarbeiter in Taimering bei Regensburg die Überreste eines rund 25.000 Jahre alten Wollhaarmammuts. Die Überreste, darunter 72 gut erhaltene Knochen und ein fast 2,5 Meter langer Stoßzahn, lösten sechs Jahre später eine wissenschaftliche Sensation aus. Nach jahrelanger Analyse durch Experten der Universität Erlangen-Nürnberg, des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege und der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns konnten klare Schnittspuren an den Knochen nachgewiesen werden – Hinweise auf menschliche Bearbeitung.

Fakten

  • Im Jahr 2020 fanden Bauarbeiter in Taimering bei Regensburg 72 Knochen und einen 2,5 Meter langen Stoßzahn eines 25.000 Jahre alten Wollhaarmammuts.
  • Schnittspuren an den Rippen deuten auf gezielte Bearbeitung durch Menschen hin – Haut und Muskelfleisch wurden möglicherweise abgetrennt.
  • Der Fund beweist menschliche Präsenz in Süddeutschland während des Kältemaximums der letzten Eiszeit, was bisher als unmenschlich galt.
  • Keine Werkzeuge wurden vor Ort gefunden, daher ist unklar, ob das Mammut gejagt oder nur als Aas genutzt wurde.
  • Die Ergebnisse wurden nach sechsjähriger Analyse durch mehrere Institutionen veröffentlicht.

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