
Der Venturi-Effekt als tödlicher Sog gibt einem Kollegen, der Tauchsicherheit verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Was tötete fünf Taucher auf den Malediven? Handlungsfluss und Kernfakten
Ein Tauchunglück vor den Malediven forderte das Leben von fünf italienischen Tauchern, darunter die erfahrene Professorin Monica Montefalcone. Die Gruppe war in der Devana-Kundu-Höhle unterwegs, einer mit mehreren Kammern und engen Gängen verbundenen Unterwasserhöhle. Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch nicht abschließend geklärt, doch Ermittler und Experten untersuchen den sogenannten Venturi-Effekt als mögliche Ursache. Dieses physikalische Phänomen tritt auf, wenn sich Wasser durch enge Passagen bewegt und dadurch stark beschleunigt, was einen intensiven Sog erzeugt. Alfonso Bolognini, Präsident der italienischen Gesellschaft für Unterwasser- und Überdruckmedizin, vermutet, dass die Taucher von diesem Sog in die Höhle hineingerissen wurden.
Nachdem die Taucher in die Höhle gezogen wurden, könnten sie in Panik geraten und sich völlig desorientiert haben. Bolognini erklärte, dass entweder alle gleichzeitig eingesaugt wurden oder einer in den Strudel geriet und die anderen versuchten, ihn zu retten. In der Enge und Dunkelheit der Höhle ging den Tauchern vermutlich die Luft aus, während sie nach einem Ausweg suchten. Die Gruppe hatte das zulässige Tiefenlimit von 30 Metern deutlich überschritten, was das Risiko erhöhte. Unter den Opfern war auch Montefalcones Tochter Giorgia, die nach dem Unglück einen herzzerreißenden Brief ihres Partners erhielt.
Die Staatsanwaltschaft in Rom hat Ermittlungen eingeleitet. Die Leichen wurden geborgen und sollen nach Italien überführt werden, wo Obduktionen stattfinden sollen. Zwei der Opfer, Frauen, wurden erst am Mittwoch gefunden. Obwohl Monica Montefalcone über 5.000 Tauchgänge absolviert hatte und über alle notwendigen Zertifizierungen verfügte, konnte die Gruppe die tödliche Kraft des Venturi-Effekts nicht überleben. Die genaue Rekonstruktion der Ereignisse steht noch aus.
Fakten
- Fünf italienische Taucher starben bei einem Tauchgang vor den Malediven.
- Experte Alfonso Bolognini vermutet den Venturi-Effekt als Ursache – eine starke Strömung durch enge Gänge in der Devana-Kundu-Höhle.
- Die Taucher überstiegen das zulässige Tiefenlimit von 30 Metern.
- Unter den Opfern war die erfahrene Taucherin und Professorin Monica Montefalcone mit über 5.000 Tauchgängen.
- Die Staatsanwaltschaft in Rom hat Ermittlungen aufgenommen; die Leichen sollen nach Italien überführt werden.
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