Symbolbild einer einsamen Person im Profil vor unscharfem urbanem Hintergrund, repräsentiert das Thema Einsamkeit bei jungen Erwachsenen.
Symbolbild einer einsamen Person im Profil vor unscharfem urbanem Hintergrund, repräsentiert das Thema Einsamkeit bei jungen Erwachsenen.

Die anhaltende Einsamkeit unter jungen Erwachsenen gibt einem Kollegen aus dem Gesundheitsbereich, der psychosoziale Trends verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Junge Erwachsene spüren weiter Einsamkeit Handlungsfluss und Kernfakten

Jahre nach der Coronapandemie bleibt das Gefühl der Einsamkeit bei jungen Erwachsenen in Deutschland auf hohem Niveau. Eine Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) auf Basis der familiendemografischen Studie »Freda« zeigt, dass rund 21 Prozent der 21- bis 30-Jährigen sich stark einsam fühlen. Im Vergleich dazu liegt der Anteil bei den 31- bis 54-Jährigen bei 14 Prozent. Die Daten stammen aus der Befragungswelle des Winters 2024/25 und wurden im Rahmen der Aktionswoche gegen Einsamkeit veröffentlicht.

Die Studie »Freda« befragt etwa 30.000 Personen zweimal jährlich und verfolgt dieselben Teilnehmenden über Jahre hinweg. Dadurch lassen sich Entwicklungen gut nachvollziehen. Die kontinuierliche Erhebung zeigt, dass Einsamkeit kein kurzfristiges Phänomen während oder nach der Pandemie ist, sondern sich bei der Generation Z – geboren zwischen 1995 und 2010 – zu einer anhaltenden psychosozialen Belastung entwickelt.

Experten führen die höhere Betroffenheit jüngerer Erwachsener auf die grundsätzliche Verwundbarkeit in dieser Lebensphase zurück. Viele befinden sich in einer Zeit der Orientierung, beruflichen und privaten Umbrüche, was die Anfälligkeit für Einsamkeit erhöht. Das BiB betont, dass die hohen Werte eine gesellschaftspolitische Herausforderung darstellen, die gezielte Aufmerksamkeit und nachhaltige Maßnahmen erfordert.

Fakten

  • 21 Prozent der 21- bis 30-Jährigen in Deutschland fühlen sich stark einsam, laut BiB-Auswertung aus 2024/25.
  • Der Anteil bei 31- bis 54-Jährigen liegt bei 14 Prozent.
  • Die Daten stammen aus der Langzeitstudie »Freda« des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung.
  • Einsamkeit wird als anhaltende Belastung für die Generation Z beschrieben, nicht als pandemiebedingtes Phänomen.
  • Die Studie befragt rund 30.000 Personen zweimal jährlich im Panelverfahren.

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