Ein KI-generiertes Bild zeigt ein Automobilwerk in Thailand mit chinesischen und deutschen Flaggen, die überlappende Gabelstapler und E-Autos zeigen.
Ein KI-generiertes Bild zeigt ein Automobilwerk in Thailand mit chinesischen und deutschen Flaggen, die überlappende Gabelstapler und E-Autos zeigen.

Die Verschiebung der Wertschöpfung nach Südostasien gibt einem Kollegen, der globale Lieferketten verfolgt, neuen Kontext.

Deutsches Steuergeld treibt chinesische E-Autos an Handlungsfluss und Kernfakten

Ein ehemals mit deutschem Steuergeld gefördertes Automobilwerk in Thailand, das ursprünglich für Opel gebaut wurde, produziert heute für einen chinesischen E-Auto-Hersteller. Dieses Beispiel steht für einen größeren Trend: Europa verliert an Einfluss in Schlüsselbereichen der grünen Wirtschaft wie Elektromobilität, Solarenergie und Batterietechnologie. Während die EU keine Freihandelsabkommen mit den ASEAN-Staaten abschließen konnte, hat China seine wirtschaftliche Integration mit Südostasien deutlich vertieft.

In Ländern wie Vietnam, Thailand und Indonesien steigt der Anteil von E-Autos am Neuwagenmarkt rapide – in Vietnam lag er bereits bei fast 40 Prozent. Gleichzeitig baut China dort vollständige Wertschöpfungsketten auf, von Festplatten über Solaranlagen bis hin zu E-Mobilität. Europäische Unternehmen agieren dort zunehmend nur noch als Käufer statt als Technologieführer.

Die Vertiefung des Freihandelsabkommens zwischen China und der ASEAN im Jahr 2025 umfasst zentrale Zukunftsbereiche wie digitale Wirtschaft, grüne Technologien, Lieferkettenkonformität und Wettbewerb. Deutschland und die EU haben in diesen Regionen bislang kaum strategische Präsenz, während chinesische Produkte in Südostasien oft bessere Marktchancen haben als deutsche – nicht zuletzt aufgrund niedrigerer Produktionskosten.

Fakten

  • Ein in Thailand mit deutscher Steuerförderung gebautes Automobilwerk produziert heute für einen chinesischen E-Auto-Hersteller und nicht für Opel.
  • Der Anteil von E-Autos am Neuwagenmarkt lag 2025 in Vietnam bei fast 40 Prozent, in Thailand bei 25 Prozent.
  • China und die ASEAN-Staaten schlossen 2025 die Verhandlungen zur Vertiefung ihres Freihandelsabkommens ab, während die EU keine entsprechenden Abkommen mit der Region hat.

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