Illustration einer Waage, auf der eine kleine Gruppe wohlhabender Menschen einer viel größeren, global verteilten Bevölkerung gegenübersteht, mit Symbolen für CO2, Artensterben und Ressourcenverbrauch.
Illustration einer Waage, auf der eine kleine Gruppe wohlhabender Menschen einer viel größeren, global verteilten Bevölkerung gegenübersteht, mit Symbolen für CO2, Artensterben und Ressourcenverbrauch.

Die Schadenssumme übersteigt sogar die Mittel für globale Klimafonds, ein deutlicher Hinweis für Kollegen in Umweltdebatten.

Reichste 10 % verursachen Milliarden an Umweltschäden Handlungsfluss und Kernfakten

Eine neue wissenschaftliche Studie der Universitäten Leiden und Oxford zeigt, dass die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung überproportional für globale Umwelt- und Klimaschäden verantwortlich sind. Die jährlichen Schäden werden auf 1,7 bis 5,7 Billionen US-Dollar geschätzt – ein Betrag, der höher ist als die weltweit für Klima- und Biodiversitätsfonds benötigten Mittel. Die Hauptursachen liegen im Konsum von Luxusgütern, häufigen Flugreisen sowie im Energie- und Landverbrauch für große Immobilien.

Fast die Hälfte der Schäden entfällt auf das Artensterben, verursacht durch Lebensraumverlust und Biodiversitätsverluste. Der Klimawandel macht 36 bis 45 Prozent aus, gefolgt von Stickstoffanreicherung, Phosphor und Süßwasserverbrauch. Andere Faktoren wie Meeresversauerung oder Landnutzungsänderungen wurden in der Analyse nicht berücksichtigt.

60 Prozent der betroffenen Bevölkerungsgruppe leben in den USA und der EU. Pro Person verursacht ein Angehöriger des reichsten Zehntels in den USA im Schnitt 38.000 Dollar Schäden pro Jahr, in Deutschland 10.000, in Indien dagegen nur zwischen 410 und 1.400 Dollar. Die Forschenden plädieren für stärkere Regulierung und eine Umwelt- oder Wohlstandsteuer, um die Hauptverursacher stärker einzubinden.

Fakten

  • Die reichsten zehn Prozent verursachen jährlich 1,7 bis 5,7 Billionen US-Dollar an Umwelt- und Klimaschäden.
  • 47 bis 56 Prozent der Schäden entfallen auf Artensterben, 36 bis 45 Prozent auf den Klimawandel.
  • 60 Prozent der reichsten Zehntel leben in den USA und der EU.
  • Ein reicher US-Bürger verursacht im Schnitt 38.000 US-Dollar Schäden pro Jahr, ein Deutscher 10.000, ein Inder 410 bis 1.400.
  • Die Studie wurde in Communications Sustainability veröffentlicht und von Forschenden der Universitäten Leiden und Oxford durchgeführt.
  • Die Autoren fordern stärkere Regulierung und eine Umwelt- oder Wohlstandsteuer zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen.

Visuelle Nachrichtenerklärung von Canto. KI-Werkzeuge können die Produktion unterstützen. Redaktionelle Richtlinien