Tunesischer Trainer Sabri Lamouchi verlässt enttäuscht das Spielfeld nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden bei der WM, im Hintergrund Spieler und Fans.
Tunesischer Trainer Sabri Lamouchi verlässt enttäuscht das Spielfeld nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden bei der WM, im Hintergrund Spieler und Fans.

Ein abrupter Wechsel unter Druck gibt einem Kollegen, der den Turnierverlauf verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Debakel zum WM-Auftakt: Tunesien feuert Trainer Handlungsfluss und Kernfakten

Der tunesische Fußballverband hat Nationaltrainer Sabri Lamouchi unmittelbar nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden im WM-Auftaktspiel entlassen. Die deutliche Pleite in Monterrey war der letzte Spielakt unter Lamouchi, der das Amt erst im Januar 2026 übernommen hatte und bis 2028 unter Vertrag stand. Der 54-Jährige wurde noch während des laufenden Turniers abgelöst, nachdem sich beide Seiten auf eine Vertragsauflösung einigten. Lamouchis Bilanz als Nationaltrainer war schwach: ein Sieg gegen Haiti, Niederlagen gegen Österreich und eine 0:5-Klatsche gegen Belgien in der Vorbereitung.

Als Nachfolger wurde Hervé Renard benannt, der das Team bis zum Ende der WM führen soll. Der 57-jährige Franzose, zuletzt Trainer Saudi-Arabiens, verfügt über Erfahrung in Afrika: er gewann mit Sambia und der Elfenbeinküste den Afrika-Cup. Er soll nun zeitnah im Teamcamp in Mexiko eintreffen, um die Vorbereitung auf das zweite Gruppenspiel gegen Japan zu übernehmen.

Tunesien steht in der Gruppe F unter großem Druck. Nach der Niederlage gegen Schweden müssen die beiden verbleibenden Spiele gegen Japan und die Niederlande erfolgreich gestaltet werden, um die Runde der letzten 16 zu erreichen. Der Verband kündigte an, nach der WM über eine mögliche langfristige Zusammenarbeit mit Renard zu verhandeln.

Fakten

  • Tunesien verlor sein WM-Auftaktspiel 2026 gegen Schweden mit 1:5 in Monterrey.
  • Nationaltrainer Sabri Lamouchi wurde nach der Niederlage entlassen, obwohl er bis 2028 unter Vertrag stand.
  • Hervé Renard übernimmt bis auf Weiteres als Interimstrainer und soll zeitnah im Teamcamp eintreffen.
  • Renard gewann zuvor den Afrika-Cup mit Sambia und der Elfenbeinküste.
  • Tunesien spielt am Sonntag gegen Japan und am 26. Juni gegen die Niederlande in der Gruppe F.

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