Illustration einer Mangrove, die langsam vom steigenden Meeresspiegel umspült wird, während kohlenstoffreiche Böden abgetragen werden.
Illustration einer Mangrove, die langsam vom steigenden Meeresspiegel umspült wird, während kohlenstoffreiche Böden abgetragen werden.

Der Verlust von Mangroven betrifft nicht nur die Küsten, sondern das globale Klima, und gibt einem Kollegen, der Klimapolitik verfolgt, gemeinsamen Kontext.

90 % der Mangroven könnten verschwinden Handlungsfluss und Kernfakten

Eine internationale Studie unter Leitung der Universität Exeter warnt vor dem massiven Rückgang von Mangrovenwäldern bis zum Jahr 2226. Mithilfe einer 200-jährigen Simulation zeigen Forschende, dass unter dem Hochszenario RCP 8.5 bis zu 90 Prozent der Mangroven verschwinden könnten, wenn der Meeresspiegel weiter steigt. Obwohl Mangroven lokal bei leichter Überflutung mehr Kohlenstoff speichern, führt der anhaltende Anstieg des Meeresspiegels langfristig zur Erosion kohlenstoffreicher Böden und verhindert die Ansiedlung neuer Wälder in Flachwasserzonen.

Fakten

  • Eine 200-jährige Simulation prognostiziert unter Szenario RCP 8.5 den Verlust von bis zu 90 % der Mangroven.
  • Mangroven speichern 15 % des im Ozean gebundenen Kohlenstoffs, obwohl sie weniger als 1 % der Erdoberfläche bedecken.
  • Steigende Meeresspiegel verhindern die Neuanpflanzung von Mangroven und erodieren kohlenstoffreiche Böden.
  • Mangroven in der Nähe von Gezeitenkanälen erhalten mehr Sediment und sind widerstandsfähiger.
  • Bei zu langer Überflutung 'ertrinken' Mangrovenpflanzen, da sie auf bestimmte Gezeitenzyklen angewiesen sind.
  • Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Earth's Future“ veröffentlicht.

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